Zukunftsweisende Konzepte

In der Forschung zur Krebstherapie wurden in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Noch immer sind zwar nicht alle Auslöser bekannt, die zu einer unkontrollierten Zellteilung führen können, es werden jedoch zunehmend mehr davon entdeckt.

Wenn Sie auf dieser Webseite unter Brustkrebsgrundlagen den Text „Wie entsteht Brustkrebs“ gelesen haben, so wissen Sie bereits, daß bei etwa 2/3 der Brustkrebsbetroffenen das Tumorwachstum durch Östrogene ausgelöst wird, die im Zellkern der Tumorzelle an die sogenannten Östrogenrezeptoren binden und dadurch einen Prozeß initiieren, der zur Teilung der Krebszelle führt.
Bei einem Teil der übrigen Patientinnen wird der Zellteilungsprozeß vorwiegend durch den HER2-Rezeptor ausgelöst, der auf der Zellmembran sitzt.

Zur Behandlung von Tumoren, deren Wachstum durch einen dieser beiden Faktoren ausgelöst wird, sind heute bereits sehr effektive Medikamente im Einsatz, die selektiv das Auslösen des Zellteilungsprozesses an den betroffenen Zellen verhindern. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt „Behandlung“.
Tatsächlich gibt es auf und in den Krebszellen aber noch verschiedene andere Rezeptoren, durch deren Aktivierung das Tumorwachstum ausgelöst werden kann.

Ziel der Krebsforschung ist es u.a., diejenigen Rezeptoren ausfindig zu machen, die den Zellteilungsprozeß auslösen können, um dann ein geeignetes Medikament zu entwickeln, das die Aktivierung des entsprechenden Rezeptors verhindert.