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Chemotherapie
Bei der Chemotherapie wird mit sogenannten Zytostatika
das Zellwachstum gehemmt. Diese haben eine besonders starke Wirkung auf
schnellwachsende Zellen, zu denen auch die Krebszellen gehören. Die
für die Chemotherapie verwendeten Medikamente greifen die Krebszellen
in unterschiedlichen Phasen des Zellwachstums an. Deshalb bringt die Kombination
verschiedener Zytostatika eine Effektivitätssteigerung.
Am effektivsten sind derzeit Anthrazyklin-haltige
Chemotherapien. Dabei sollte das Antrazyklin
mit 5-Fluorouracil und Cycloposhamid kombiniert werden. Für das Antrazyklin
selbst kommen Epirubicin, Adriamycin (=Doxorubicin) in Frage. Für eine
gute Wirksamkeit ist außer der Kombination auch noch die richtige
Zykluszahl und die richtige Dosierung entscheidend. Die Experten der Konsenskonferenz
in St. Gallen 2003 empfehlen die antrazyklinhaltige Chemotherapie über
mindestens 6 Zyklen anzuwenden anstatt, wie bisher üblich, über
4 Zyklen. Um eine effektive Wirkung zu erzielen darf die Dosierung von Epirubicin
30 mg/m2 Körperoberfläche und die von Doxorubicin 20 mg/m2 Körperoberfläche
nicht unterschreiten.
Beim CMF-Schema
werden die Wirkstoffe Cyclophosphamid, Methotrexat und 5-Flouracil kombiniert.
Die CMF-Therapie hat weniger Nebenwirkungen als Antrazyklin-haltige Therapien,
sie ist jedoch nicht ganz so wirksam. Die Experten der Konsenskonferenz
in St. Gallen 2003 empfehlen
die CMF-Therapie dann anzuwenden, wenn Sie eine Unverträglichkeit gegenüber
Antrazyklinen haben, oder aber bestimmte Nebenwirkungen, wie z.B. Haarausfall
vermeiden wollen.
Erste Studien weisen auf Vorteile einer Kombination aus antrazyklinhaltigen
Medikamenten mit Taxanen,
wie Paclitaxel oder Docetaxel hin. Dies gilt insbesondere für Hormonrezeptornegative
Patientinnen. Allerdings sind die Daten noch nicht ausreichend gesichert.
Deshalb ist die Anwendung nur innerhalb von Studien zu empfehlen.
Nebenwirkungen der Chemotherapie
Da sich nicht nur Krebszellen, sondern
auch normale Zellen ständig teilen, kann sich die Chemotherapie auch
auf diese gesunden Zellen auswirken. Betroffen sind vor allem Zellen, die
sich häufig teilen und schnell wachsen. Hierzu zahlen z.B. die Zellen
des blutbildenden Systems im Knochenmark und des Immunsystems, Schleimhautzellen
und Haarzellen, wodurch die bekannten Nebenwirkungen wie Haarausfall oder
eine Mundhöhlenentzündung??? während der Chemotherapie entstehen
können. Durch den Einfluss auf das blutbildende System kann es sein,
dass die Anzahl Ihrer weissen oder roten Blutkörperchen oder der Blutplättchen
abnimmt. Die weissen Blutkörperchen sind für die Immunabwehr zuständig.
Sie könnten deshalb leichter als sonst eine Infektion bekommen. Die
roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff im Blut. Nimmt ihre
Zahl ab, so außert sich dies meist in Müdigkeit, Abgeschlagenheit
oder kurzem Atem.Die Blutblättchen fördern die Blutgerinnung.
Sind sie in zu geringem Umfang vertreten, bluten sie häufiger.
Da die gesunden Zellen sind normalerweise imstande sich selbst zu „reparieren“
sind die meisten der hier beschriebenen Nebenwirkungen vorübergehend.
Sollten sie eines der genannten Anzeichen bei sich entdecken, so sprechen
Sie auf jeden Fall mit Ihrem behandelten Arzt darüber. Er wird Ihnen
mit geeigneten Maßnahmen helfen können.
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